Stadt Leipzig

Leipziger Persönlichkeiten – Kunz Nierade

Opernhaus am Leipziger Augustusplatz

Opernhaus am Leipziger Augustusplatz

Kunz Nierade wurde 1901 in Wohlau (Schlesien) geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Waldenburg und einer Maurerlehre studierte Nierade von Oktober 1921 bis Juli 1925 an der Staatlichen Gewerbeakademie Chemnitz und arbeite danach in Architekturbüros in Chemnitz und Braunschweig.

1931 trat Nierade in die NSDAP ein und zog im April 1932 nach Leipzig, wo er ab September 1933 als Architekt tätig war und Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste wurde. Kunz Nierade plante die Kleinsiedlung Portitz. Von 1941 bis 1944 war Nierade als Projektant im besetzten polnischen Gebiet tätig. Ab Oktober 1944 betreute er in Leipzig die Instandsetzung von kriegsbeschädigten Zivilbauten.

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Nach dem 2. Weltkrieg Krieg nahm Kunz Nierade an verschiedenen Wettbewerben teil und erhielt einen ersten Preis für seinen Wettbewerbsbeitrag zur Gestaltung der Bach-Gruft in der Leipziger Thomaskirche im Jahr 1949. Sein Entwurf für die Gestaltung des Leipziger Westfriedhofs wurde 1950 teilweise realisiert.

Ab Anfang der 1950er Jahre war Kunz Nierade im Institut für Hochbau und Städtebau des Ministeriums für Aufbau in Berlin tätig und anschließend in der Meisterklasse der Deutschen Bauakademie. Unter der Leitung von Hanns Hopp war Kunz Nierade beim Entwurf und Bau der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport in Leipzig tätig. Von 1954 bis 1958 leitete er den Bau der Stalinallee in Berlin.

Deutsche Hochschule für Körperkultur und Sport Leipzig

Deutsche Hochschule für Körperkultur und Sport Leipzig

1954 erhielt Kunz Nierade gemeinsam mit Kurt Hemmerling den Auftrag für die Planung der Leipziger Oper am Augustusplatz. Die Leipziger Oper ist der erste und einzige Opernhausneubau in der DDR und einer der bedeutendsten Gesellschaftsbauten der späten 1950er Jahre. Für seine Leistungen erhielt Nierade den Nationalpreis der DDR 2. Klasse. Das Opernhaus am Augustusplatz zeigt in beeindruckender Weise die Abkehr vom bis dahin in der DDR vorherrschenden Stil der Nationalen Bautradition zu einer modernen Architektursprache. Nierade orientierte sich mit seinem Entwurf am Neuen Theater, das an der Stelle der Oper gestanden hat.

1961 zog Nierade 1961 nach Berlin. Im VEB Berlin Projekt arbeitete er mit unverwirklicht gebliebenen Vorschlägen am Bau des Außenministeriums mit. 1964 bis 1966 erfolgte der äußere Umbau der Komischen Oper in Berlin nach seinen Plänen.

Nach seiner Pensionierung war Nierade beratend tätig bei der Anlage des Potsdamer Karl-Liebknecht-Forums beteiligt. Einzelne Elemente der nicht mehr am Originalstandort erhaltenen Anlage wurden im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau 2001 im neugeschaffenen Lustgarten aufgestellt.

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Quellen: www.wikipedia.de, https://de.wikipedia.org/wiki/Kunz_Nierade

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Autor: Mirko Seidel am 14. Mai 2019 08:17, Rubrik: Stadt Leipzig, Leipziger Persönlichkeiten, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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